* Blumenpuste

Annakdoten aus dem Alltag

Archiv für das Schlagwort “Kirschkamperhof”

Kindsköpfe

Das Leben schreibt die besten Geschichten. Und selten ist man darauf vorbereitet. Ich erhebe nicht den Anspruch darauf, dass meine Geschichten die besten sind. Aber mein Leben kann von vielen bereichernden Situationen erzählen, die ich so nicht erwartet habe.

Am 24. August 2013 erlitt die Welt einen kleinen Schock, als Anja und ich aufeinander trafen. Wir betreuten bei einem Camp auf dem Kirschkamperhof gemeinsam ein Mädelszimmer, und damit fing der Spaß an. Ich bin schon vielen Menschen begegnet, aber mir war nicht bewusst, dass es so eine Ebene der Ähnlichkeit, wie zwischen uns, geben kann. Wir kannten uns kaum und verstanden uns ohne Worte. Ohne Worte, aber meistens nicht ohne Gelächter.

Es folgte eine Woche voll Albernheit und Chaos. Zwei Dumme hatten oft denselben Gedanken, den sie in die Tat umsetzten, und es schien ihnen nicht einmal peinlich zu sein – great minds think alike.

Als wir uns am Wochenende beim Hoffest nach fast einem Jahr wiedertrafen, stellten wir fest, dass sich (bis auf die Haare – das war auch eine Idee aus besagter Quelle) nichts verändert hat. Anja und ich haben immer noch gemeinsame Flausen im Kopf. Wir sind wie wesensverwandte Geister, in deren Herzen das gleiche Kind wohnt. Ein lebensfrohes Kind, das ein wenig ziellos herumläuft, Kaffee verschüttet und „Bombenalaaaarm“ schreit.

Was da los? Und überhaupt: Ich bin dagegen.

Im Himmel verwurzelt

Der Kies knirscht unter meinen Füßen. Das Gras hat an der Last der Tautropfen schwer zu tragen. Unter den Büschen höre ich ein paar weghüpfende Vögel, die sich in ihrer Ruhe gestört fühlen. Dabei suche ich gerade das, die Ruhe auf dem Egelsberg. Ich weiß nicht, wie oft ich schon zum Nachdenken hierher gekommen bin. Die karge Landschaft und der Blick in die Ferne bieten einen unendlich weiten Raum, in dem man sich selbst wiederfinden kann. Nichts stört mich, nichts hält mich auf. Der Himmel scheint zum Greifen nah zu sein, und der Boden eröffnet mir immer neue Pfade, denen ich folgen kann. Ich komme mit Fragen und gehe mit Antworten.

Unvorteilhafterweise ist der Egelsberg ein paar Kilometer entfernt. 474 km. Daher nutze ich den Österberg als Egelsberg 2.0. Immerhin ist er tatsächlich ein Berg.
Ich glaube, jeder hat seinen persönlichen Egelsberg. Was ist deiner?

Ode an die Freunde

23 Uhr. Die Stunde der dubiosen Poesie.

Ihr lieben Freunde, vor zwei Jahren
kamen wir aus Deutschland angefahren,
um am schönen Niederrhein
für ein Jahr sozial zu sein.
Tage kamen, Tage gingen,
und fast muss ich um Worte ringen,
an denen wir so viel erlebt,
was auch im Couchbuch geschrieben steht.
Ich freu mich drauf, was wir auf Erden
als Team wohl noch erleben werden.

Beitragsnavigation